"Das fluher chörle geht auf Reisen"!
Im Herbst 2008 wurde in
unserem Chor die Idee geboren, unsere
Partnerstadt Bangor in Irland zu besuchen.
Bangor ist die Partnerstadt von Bregenz und
geht auf eine Initiative
von Pfarrer Albert Hollenstein zurück.
Nachdem die irischen Mönche Kolumban und
Gallus im 6. Jh. nach
Bregenz
gekommen sind, wurde die Partnerschaft als Memorandum
dieser
zwei Persönlichkeiten aufgebaut. Seit ca. 25 Jahren gibt es
einen
lebendigen Austausch mit Bangor. Vor allem Schulklassen und
politische Delegationen haben sich beiderseits mit der Partnerschaft
kulturell und sprachlich auseinander gesetzt.
Diese Städtepartnerschaft ist ein Beweis
von einem gemeinsamen
Europa wo auch entlegene Regionen miteinander kommunizieren.
Aber nicht wie viele von ihnen denken werden, jetzt machen sie
wieder
einmal
einen Ausflug ins "Grüne".
Das fluher chörle beim - Bangor International Choral Festival im Mai 2009!!!
O Hoamatle in Nordirland!
Der Vorschlag, einen Chorausflug ins Ausland zu machen und
gleichzeitig
mit der Teilnahme an einem Chorfestival zu verbinden,
wurde sofort mit
Begeisterung aufgenommen. Es wurde intensiv
geprobt und ein
abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.
Und so reiste das fluher chörle mit dem olympischen Gedanken
"Dabei sein ist Alles",
einer gesunden Portion Selbstbewusstsein und dem Ziel,
ein
schönes, gemeinsames Wochenende zu verbringen nach Irland.

Und jetzt?
Die erste Station war
Dublin, wo natürlich das weltweit bekannte
"Temple Bar" Viertel mit seinen urigen Pubs ausgiebig besucht wurde.

Nach einer kurzen Nacht in einer ziemlich
schäbigen
Jugendherberge ging
es mit dem oben offenen Doppeldecker-Bus
quer durch die Stadt.
Sehenswert sind hier unter anderem das
Trinity College, die Guiness-Brauerei,
der Phoenix Park und die
Old Jameson Whiskey Brennerei.
Leider blieb zum Sightseeing
wenig Zeit, da wir am späten Nachmittag im zwei
Stunden
entfernten Bangor in Nordirland eingeladen waren.
Gerade noch…
schafften wir es, völlig gestresst und
durchgeschüttelt von der
aufregenden
Busfahrt zum Empfang beim Bürgermeister von
Bangor und freuten uns über
leckere Häppchen, reichlich
Getränke und die freundlichen Begrüßungsworte.
Anschließend durften wir ein Showprogramm
zusammen mit
dem "Bangor Ladies Choir"
und dem "Coro Gerberto" aus
Italien gestalten. Beim gemeinsamen Umtrunk wurden
eifrig
Kontakte geknüpft, gemeinsam Lieder gesungen und viel
gelacht.
An dieser Stelle möchten wir die extreme Offenheit
und Warmherzigkeit der Organisatoren,
der Teilnehmer, der
Besucher und der Iren generell hervorheben.
"Wir haben nix zu verlieren und außerdem kennt uns hier ja kein Mensch!"

Am Mittag fand das erste
Wertungssingen
(patronized by her Majesty The Queen)
in der Kategorie "Mixed Voices" statt. Zum ersten Mal in unserer Chorgeschichte
stellten wir uns einer äußerst qualifizierten Fachjury und
dementsprechend
groß war die Aufregung. Auf was würden die "Judicators" Wert legen?
Wie gut sind die anderen Chöre?
Die Bewertung war dann ausgesprochen erfreulich und wir erreichten den 2. Platz.
Die erste Hürde war geschafft und der
Nachmittag stand zur
freien Verfügung.
Bangor ist eine schöne, kleine Stadt direkt
am Meer und wir haben sogar Robben gesehen.

Um 19.00 Uhr begann der
große Gala-Abend mit der "Light Entertainment Section"
und dem "Open Choral" Bewerb.
Wir waren jeweils als letzte dran und schwer
beeindruckt von
den Darbietungen der anderen, meist riesigen Chöre.
Nichts desto trotz gelang es uns mit
Lockerheit, unserem
überzeugenden,
frischen Auftreten und dem homogenen
Chorklang zu punkten.
Und mit einem Satz springen alle von den Stühlen!
Völlig überraschend und
unerwartet für uns wurden wir bei
beiden Bewerben
ebenfalls mit dem 2. Platz belohnt und
zusätzlich zum besten ausländischen Chor gekürt.
Die
ehrliche Freude der anderen Chöre und das "well done,
fluhar"
von allen
Seiten war für uns ein zusätzlicher Höhepunkt
und ein echtes Zeichen, dass es
bei solchen Wettbewerben
um die
Musik
und nicht um die Konkurrenz gehen soll.
Das war nicht zuletzt der Organisation und dem Feingefühl
der Fachjury zuzuschreiben.
Whiskey für alle…gab's
dann noch in unserer Unterkunft
und an dieser Stelle
endet der Bericht besser!